StrickgalerieMasche für Masche erklärt
Lernen

Maschen anschlagen für Anfänger

Der Kreuzanschlag entsteht aus Daumen- und Zeigefingerfaden; eine lockere, gezählte Kante schafft die Grundlage für die erste Reihe.

Veröffentlicht am 18. September 2026 · Redaktion Strickgalerie

Kurzantwort

Bilde eine Anfangsschlinge und schlage im Kreuzanschlag abwechselnd Daumenfaden und Zeigefingerfaden an. Lass zwischen den Maschen etwa eine Nadelbreite Spiel. Prüfe vor der ersten Reihe, ob alle Schlingen gleich ausgerichtet sind.

Kreuzanschlag ausführen

Halte Anfangsfaden und Knäuelfaden gespreizt um Daumen und Zeigefinger. Fahre mit der Nadel unter den Daumenfaden, hole den Zeigefingerfaden und ziehe ihn durch die Daumenschlinge. Lass den Daumenfaden anschließend kontrolliert anliegen.

Länge des Anfangsfadens

Für den Kreuzanschlag muss der Anfangsfaden alle Maschen bilden. Eine grobe Reserve ist die drei- bis vierfache geplante Kantenlänge plus Vernähende. Reicht sie nicht, beginne neu, statt einen Knoten in die Anschlagkante zu setzen.

Anschlag prüfen

Die Schlingen dürfen auf der Nadel gleiten, ohne auseinanderzufallen. Unter der Nadel soll eine gleichmäßige Kante entstehen. Ist jede zweite Schlinge deutlich größer, verlangsame das Nachziehen mit dem Daumen.

Zu fest oder zu locker

Lässt sich die rechte Nadel kaum in den Anschlag schieben, wurde jede Schlinge zu stark angezogen. Öffnet sich die Kante dagegen in große Bögen, fehlt Spannung beim Nachziehen. Schlage zehn Maschen neu an und vergleiche beide Kanten nebeneinander. Eine größere Nadel kann beim Anschlagen helfen, ersetzt aber nicht die gleichmäßige Bewegung von Daumen und Zeigefinger.

Welche Aussage die Quelle trägt

Der Kreuzanschlag ist eine verbreitete handwerkliche Methode, die wir hier redaktionell in einzelne Bewegungen zerlegen. Die verlinkten Standards des Craft Yarn Council dokumentieren allgemeine Garn- und Nadelbegriffe, nicht diesen konkreten deutschen Anschlag. Deshalb leiten wir aus der Quelle weder eine einzig richtige Handhaltung noch eine garantierte Anfangsfadenlänge ab. Die Reserve von drei bis vier Kantenlängen bleibt eine praktische Näherung.

Kurzer Belastungstest

Schiebe die angeschlagenen Maschen mehrmals über den vollen Nadelschaft und zurück. Sie sollen einzeln beweglich bleiben, aber nicht von selbst auseinanderlaufen. Ziehe die Kante anschließend vorsichtig seitlich. Werden nur einzelne Zwischenräume groß, wiederhole den Anschlag langsamer. Zieht die ganze Kante gleichmäßig, ist die Spannung für eine erste Probe brauchbar. Fotografiere beide Anschläge nebeneinander und notiere Nadelstärke sowie Maschenzahl. So kannst du die Wirkung deiner veränderten Handbewegung später zuverlässig vergleichen.

Quellen und Grenzen

Letzter Quellenabruf: 18. September 2026. Die konkrete Garnbanderole und Pflegekennzeichnung haben für dein Material Vorrang.